Wasserspringen

Wasserspringen
Wasserspringen

Wettbewerbsformen

Wasserspringen ist eine Wassersportart, bei der die Kontrahenten mit verschiedenen Sprungtechniken von einem Brett oder Turm ins Wasser springen. Bei Olympia unterscheidet man zwischen drei Arten des Wasserspringens:

  • Kunstspringen (3 m)
  • Synchronspringen (3 m und 10 m)
  • Turmspringen (10 m)

Da Männer und Frauen in getrennten Wettbewerben antreten, ergeben sich somit insgesamt acht Wettbewerbe bei den Olympischen Spielen 2016.

Regeln 

Bei den weiblichen Athleten besteht ein Wettbewerb aus fünf, bei den männlichen aus sechs Sprungdurchgängen. Während im Synchronspringen die ersten beiden Durchgänge Pflichtsprünge beinhalten, können Sprungart und –schwierigkeit beim Kunst- und Turmspringen in allen Durchgängen weitgehend frei vom Athleten gewählt werden.

Die Sprungelemente wie Salti und Drehungen werden dabei durch eine vierstellige, international gültige Sprungnummer sowie verschiedene Zusätze ausgedrückt (z.B. steht die Nummer „5132 D1“ für einen halben Salto vorwärts mit einer Schraube).

Bewertungssystem

Die einzelnen Sprünge werden von sieben (bei den Einzelwettbewerben) bzw. neun Wettkampfrichtern (beim Synchronspringen) mit Punkten von 0 bis 10 bewertet. Beurteilt werden dabei:

  • Sprunghöhe und Abstand zum Brett
  • technische Ausführung, Körperhaltung, Körperspannung
  • Eleganz, Gesamteindruck
  • Eintauchen
  • Absprung, Sprungrichtung

Beim Synchronspringen liegt der Fokus der Bewertung auf der Synchronität der beiden Springer.

Historisches

Die historisch gesehen erfolgreichste Nation beim olympischen Wasserspringen sind die USA. Mittlerweile wurden die US-Amerikaner allerdings durch die chinesischen Wasserspringer von der Weltspitze verdrängt: Bei den Olympischen Spielen 2012 gewannen die Chinesen sieben von acht möglichen Goldmedaillen.

Die erfolgreichste deutsche Wassersprung-Olympionikin ist Ingrid Krämer-Gulbin, die in den 60er Jahren für die DDR drei Goldmedaillen und eine Silbermedaille gewann.